Die Tür nebenan

Sie ist Psychologin, jedoch nicht vor der einen oder anderen Neurose gefeit. Er ist Marketingleiter und bemüht sich, das Leben leicht zu nehmen. Sie sind alleinstehend, befinden sich im mittleren Alter und wohnen Tür an Tür. Ansonsten entpuppen sie sich als das pure Gegenteil voneinander. Schon wegen einer Kleinigkeit artet jede ihrer nachbarschaftlichen Begegnungen in einen lebhaften Streit aus.

Das Aufeinanderprallen ihrer gegensätzlichen Weltanschauungen führt dazu, dass sie sich immer weniger ausstehen können. Nur eines haben sie noch gemeinsam: Auf einer Dating-Plattform sind sie auf der Suche nach dem perfekt passenden Gegenüber und werden fündig. Doch bringt der neunundneunzigprozentige Match tatsächlich das erhoffte grosse Glück? 

Skurril, leichtfüssig und voller Wortwitz zeigt «Die Tür nebenan» eine moderne Form von Einsamkeit in unserer hoch individualisierten, virtuell vernetzten Gesellschaft.

Eine moderne Komödie von Fabrice Roger-Lacan mit Susanne Odermatt und Patrick Boog
Übersetzung: Pamela Knaack | Rechte: Theaterverlag Desch / Felix Bloch Erben

Weitere Infos: www.dietuernebenan.ch

Die Deutschlehrerin

Viele Jahre nach ihrer Trennung begegnen sich Mathilda und Xaver scheinbar zufällig wieder, tauchen ab in die Vergangenheit ihrer verlorenen Beziehung und nehmen die Zuschauenden mit auf eine Achterbahnfahrt widersprüchlichster Gefühle, gipfelnd in Liebe und Hass in ihren Extremen. Dabei kommen sie einem ungeahnten Geheimnis auf die Spur.

29.10.2026 / Eröffnungsabend Burgdorfer Krimitage / Casinotheater Burgdorf 

Von allem Anfang an gelingt es Susanne Odermatt und Patrick Boog, als Mathilda Kaminski und Xaver Sand das Auf und Ab ihrer Beziehung, all die Hoffnung und Bitterkeit überzeugend zum Ausdruck zu bringen. Manchmal bringen sie ihr Publikum zum Schmunzeln, lassen die Ausgelassenheit des jungen Paars durchscheinen.
St. Galler Tagblatt, Rolf App

Ein fesselnder Beziehungskrimi von Judith W. Taschler mit Susanne Odermatt und Patrick Boog.
In der Bühnenfassung von Thomas Krauß nach dem gleichnamigen Roman, erschienen im Picus Verlag 2013

Weitere Infos: www.diedeutschlehrerin.ch

Das kleine Pony

Irene und Jakob, die Eltern des 10jährigen Luis, werden von der Schule zu einem dringenden Gespräch geladen. Ihr Sohn werde wegen seines bunten Ponyrucksacks von seinen Mitschülern verspottet und ausgegrenzt. 

In Paco Bezerras eindringlichem Zweipersonenstück, das auf einer wahren Begebenheit basiert, wird der Umgang mit dieser Situation zum Prüfstein der elterlichen Beziehung. Umso mehr, da die Schule und alle Beteiligten versagen mit sturen Reaktionen auf den sich zuspitzenden Konflikt. In kurzen, ineinander fließenden Szenen erleben wir hautnah mit, wie die Eltern, als Gefangene ihrer unterschiedlichen Überzeugungen, sich und ihr Kind mehr und mehr zu verlieren scheinen.

Rasante, sich überstürzende Dialoge und unerwartete Wendungen in der Geschichte halten uns in Atem, der nicht selten auch ins Stocken gerät.

Feine, leisere Töne lassen die Tragweite der Geschehnisse endgültig bei uns ankommen. Das Ende bleibt ungewiss.

Ein Stück des mehrfach ausgezeichneten, spanischen Autoren Paco Bezerra mit Susanne Odermatt und Julius Griesenberg.

2021 | Eigenproduktion | Schweizer Erstaufführung

Countdown oder das Ticken der Eieruhr

In der Tragikomödie wird die vermeintliche Planbarkeit der Lebensinhalte Arbeit, Beziehung und Familie eines modernen weiblichen Lebens ad absurdum getrieben. Die Unberechenbarkeit des Schicksals trifft auf ein minuziös geplantes Lebenskonstrukt und treibt eine vom Fortpflanzungstrieb gepeinigte Gegenwartsheldin in wilde Verzweiflung.

Foto: Anja Wurm

Regula hat alles kühl vorausbedacht und scheint den Zeitplan für ihre Karriere, die Schönheit und die Schwangerschaft fest im Griff zu haben. Ihre Lebensplanung treibt mit vollen Segeln voran. Nur was tun, wenn Unvorhergesehenes auftaucht? Sie ist eine attraktive Frau und ist dabei erfolgreich Karriere zu machen. Voraussetzungen, die ihr die Aufgabe erleichtern sollten, einen Mann und Vater für ihre Kinder zu finden. Doch der Zeitdruck, dem sie sich bis zur Erfüllung ausgesetzt sieht, entfernt sie immer weiter von ihrem Ziel. Die Männer entziehen sich der Unterwerfung durch Flucht, ihr Chef zeigt sich zunehmend unzufrieden, weil sie sich ihrer Arbeit nicht mehr so ausschließlich widmet wie zuvor, und ihr Ehrgeiz in Bezug auf ihr Aussehen erfüllt sich nicht im gewünschten Maße. Die Protagonistin gerät in einen Zustand von Verängstigung, der sie zu überstürzten Handlungen verleitet.

Aus einer Frau, die bis anhin jeden Schritt in ihrem Leben beherrscht hat, verwandelt Regula sich in jemanden, der von seiner Ungeduld, seinen Instinkten und Stress gesteuert wird. Während wir unserer Heldin dabei zuschauen, wie sie ein aphrodisisches Menu kocht, um damit ihren letzten Kandidaten, den vermeintlichen Mann ihres Lebens, zu verführen, lernen wir ihre inneren Kämpfe, ihre Sehnsüchte, ihre Unbefriedigtheiten, ihre Obsessionen und ein unerwartetes Geheimnis kennen.

In der Tragikomödie wird die vermeintliche Planbarkeit der Lebensinhalte Arbeit, Beziehung und Familie eines modernen weiblichen Lebens ad absurdum getrieben. Die Unberechenbarkeit des Schicksals trifft auf ein minuziös geplantes Lebenskonstrukt und treibt eine vom Fortpflanzungstrieb gepeinigte Gegenwartsheldin in wilde Verzweiflung.

Ein Stück von und mit Susanne Odermatt.

2021 | Eigenproduktion | Einfraustück